Wer falsch liegt, hat immer recht – Logikrätsel und philosophische Knobeleien

Was war zuerst da, die Henne oder das Ei? Und ist das Glas nun halb voll oder halb leer? Philosophieprofessor Roy Sorensen präsentiert kurzweilig und amüsant ein Sammelsurium an Gedankenverdrehern, Seltsamkeiten und Dilemmata, die unser logisches Denken herausfordern und uns in die Welt von Platos Höhle, Wittgensteins Untersuchungen und Schopenhauers Intelligenztest entführen. Bei der Lektüre kommt der Leser nicht nur gehörig ins Grübeln, sondern erfährt auf charmante Art und Weise, wie Descartes einmal in einer Kneipe verschwand, was es mit der Hummer-Logik auf sich hat und wie man sich den Abwasch fair mit dem Partner teilt.
Ein philosophisches Kuriositätenkabinett, das seine Leser überrascht, erleuchtet und verblüfft – vor allem aber hervorragend unterhält.

Roy Sorensen ist Professor für Philosophie an der Washington University in St. Louis. Er hat bereits mehrere populär-wissenschaftliche Bücher veröffentlicht.

Das Buch beginnt mit einer Widmung Sorensen an seinen gebrochenen Arm und dann erklärt er, dass einiges nur ein Phantom sein kann, wie ein Phantomarm. Er gibt am Anfang des Buches an, dass die Rätsel und Fragestellungen, die gestellt werden und im Buch aufgedeckt werden, mit einer kleinen Glühbirne gekennzeichnet sind.

Danach beginnt ein sehr interessantes Sachbuch. Von Alles ist möglich? bis hin zu dem Ei der vom Huhn kam oder doch von der Ellipse entstand. Von den Gebrüder Grimm,  bis hin zu Chomsky und der Schriftstellerin Carroll Lewis (Alice im Wunderland) ist alles vertreten.

Sehr interessant war für mich Schopenhauers Intelligenztest. Zu Beginn wurde man mit der Frage:

Was kommt mit einem Wagen, geht mit dem Wagen, hat keinen Zweck für den Wagen, und doch kann der Wagen sich nicht ohne es bewegen?

konfrontiert. Und dann gerät man ins Grübeln und während dem Weiterlesen hofft man auf die Antwort und im Gehirn versucht man weiter zu raten.

Das Buch ist sehr gut gestaltet. Eine wirkliche Einteilung in Kapitel gibt es nicht. Die einzelnen Rätsel werden mit einer etwas größer gedruckten Überschrift eingeleitet.

Die Glühbirne zeigt, dass nun etwas kommt, was einen zwar ins Grübeln versetzt aber aufgedeckt wird.

 

Meine Meinung:

Ich selbst lese eigentlich kaum Sachbücher, außer für meine Arbeit. Doch als ich den interessanten Titel gelesen habe dachte ich mir, dass ich dieses Buch lesen muss. Ich muss sagen, dass ich es nicht bereut habe. Das Sachbuch hat mich morgens auf dem Weg zur Arbeit begleitet und mich durch seinen Inhalt am frühen Morgen geweckt. 🙂

Ich danke Rowohlt für das Rezensionsexemplar.

Was gehört Ihnen, wird aber von anderen mehr als von Ihnen selbst benutzt?

 

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