Arda und der Spuk von Tegel

Ein Tegeler Abenteuerroman

 

Nesrin Kismar, geboren 1973 in Izmit in der Türkei, studierte an der Teknik Üniversitesi in Istanbul Physik, lebt seit 1994 mit ihrem Mann und inzwischen 4 Söhnen in Berlin. Sie schreibt Kinderbücher und Romane.

 

Klappentext:
Arda war ein fröhlicher und neugieriger Junge im Alter von 11 Jahren. Er lebte mit seinen Eltern in Nordberlin im grünen Tegel. Sein Vater Ahmet hatte einen Dönerladen, der durchgehend geöffnet war, das bedeutete 7 Tage in der Woche und fast 20 Stunden am Tag. Während Ahmet viel arbeitete, kümmerte seine Frau Reyhan sich um Haus und Kind. Reyhan stand immer früh auf und verbrachte ihr halbes Leben in der Küche. Lennard war der beste Freund von Arda. Und ihre Mütter waren auch gute Freundinnen. Als Arda mit seinem Freund in den Sommerferien zusammen durch die Gegend radelte, lernte er die Geschichten und Geheimnisse des grünen Tegel kennen, aber auch seine eigene Familiengeschichte, die mit Tegel eng verbunden war.

Inhalt:
Wie der Klappentext schon voraussagt, dreht es sich in dieser Geschichte um die zwei Freunde Arda und Lennard. Sie sind eng miteinander befreundet und lieben es mit ihrem Fahrrad in Tegel Touren zu unternehmen.
Als sie eines Tages im Wald ein kaputtes Nummernschild finden und dies der Polizei melden, fängt der ganze Spuk an.
Als erstes müssen sie sich gegenüber ihren Eltern verteidigen, da sie diese Aktion bei Nacht und Nebel vorgenommen haben und sich dafür aus dem Haus geschlichen haben.
Sie hören, dass es Spukgeschichten über Tegel gibt und versuchen diesen Geschichten nachzugehen und herauszufinden, um was es sich bei dem Spuk handelt.
Während Arda mit Lennard diese Aktion ausübt, befindet sich sein Vater in der Türkei. Ardas Großvater ist erkrankt. Als Ahmet wieder zurück in Deutschland ist und von Ardas Aktionen erfährt, ist er als erstes mal sauer. Als zwei Polizisten an der Tür erscheinen und erklären, dass die beiden Jungs durch die Meldung des Nummernschildes ein großes Beweismittel für ein Verfahren geliefert haben, ist Ahmet stolz auf die beiden Jungs.

Meine Meinung:
Nesrin Kismar hat ein spannendes Kinderbuch geschaffen. Sie vereint die beiden Nationen in ihrem Buch und erzählt aus der Sicht einer Familie, die mittlerweile in der dritten Generation in Deutschland ist, wie sehr die Integration funktioniert hat. Sie schildert durch ihre Worte die Gefühle von Millionen von Türken. Auf der einen Seite ist man hier zuhause, doch die Sehnsucht nach der fernen Heimat ist groß.
An vielen Stellen im Buch habe ich meine eigene Kindheit herausgelesen. Wie ich mit meinen deutschen Freunden gespielt habe ohne darüber nachzudenken, dass man doch verschieden ist, aber doch gleich. Kinder eben.

Das Buch ist empfehlenswert.

Stellen, die mich bewegt haben:

Seine Mutter sprach mit ihm zuhause nur Türkisch. Sie sagte immer, dass die Muttersprache sehr wichtig sei, und wenn man seine Muttersprache richtig beherrsche, könne man auch eine zweite Sprache gut lernen. (Seite 12)

Er legte sich ins Bett und dachte darüber nach, was seine Mutter ihm erzählt hatte. Er war eine Tegeler Pflanze miz Wurzeln, die sich bis in die Türkei erstreckten. (Seite 23)

“Ich habe irgendwo gelesen, dass die Türken mit dem Koffer in der Hand leben. Wenn sie nicht ins Ausland wandern, ziehen sie nach Istanbul um!” (Seite 72)

 

 

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