Mädchen aus Papier | Sina Flammang

Erscheinungstermin: 20. März 2017

Hardcover | 352 Seiten | cbt

Mari ist drei, als ihre Schwester in einem Kaufhaus spurlos verschwindet. Seit Mari sich erinnern kann, schwebt der Schatten der verlorenen Tochter über der Familie und lässt die Verschwundene beinahe realer scheinen als sie selbst. Als Annika nach zwölf Jahren wie aus dem Nichts wieder auftaucht, sind alle überfordert von diesem Geistermädchen, das verschlossen, unzugänglich und geheimnisvoll ist. Während die Eltern krampfhaft heile Welt spielen, fühlt Mari sich mehr und mehr verdrängt. Bis ihr irgendwann nichts anderes übrig bleibt, als selbst zu verschwinden. Zusammen mit ihren Freunden Clementine und Ole macht sie sich auf einen irrwitzigen Trip nach Italien – um am Ende doch zurückzufinden.


Inhalt:
Maris Schwester Annika ist mit fünf Jahren verschwunden. Mittlerweile sind 12 Jahre vergangen. Mari ist für ihre Eltern ein Vorzeige-Kind. Sie versuchen nach außen hin ihren Anschein von einer tollen Familie, die den Verlust von Annika verkraftet hat, zu bewahren.
Mari nimmt an einer Selbsthilfegruppe teil. In dieser Gruppe befinden sich weitere Kinder, deren Geschwister ebenfalls verschwunden sind. Mari lernt in dieser Gruppe Clementine und Ole kennen.
Clementine leidet offensichtlich an Magersucht und Oles Bruder ist während einem Urlaub in Italien verschwunden.
Ole ist der absoluten Überzeugung, dass er seinen Bruder finden wird und betreibt deshalb einen Blog.

Nach 12 Jahren stehen auf einmal zwei Polizisten an der Tür zur Maris Elternhaus und berichten, dass sie Annika gefunden haben. Ein DNA-Test wird durchgeführt und somit steht fest, dass Annika wirklich die verschwundene Tochter ist.
Mit einem Therapeuten wird Annika als erstes immer wieder zum Kuchen essen, zu Ausflügen mit der Familie eingeladen und zieht dann bei ihrer Familie ein.

Maris Mutter ist sichtlich überfordert und sie und ihr Vater tun alles Erdenkliche, damit sich Annika wohl fühlt. Doch Mari kommt es so vor, als würden sie sie vernachlässigen und sie erkennt ihre Schwester Annika einfach nicht mehr.
Annika behauptet zuhause gewesen zu sein, obwohl Clementine, Ole und Mari sie in der Stadt gesehen haben. Es ist sehr offensichtlich, dass Annika etwas verheimlicht. Aber was?

Fazit:

Ich weiß nicht wirklich was ich über dieses Buch denken soll. Ich habe es mir ausgesucht, weil der Klappentext sich so spannend angehört hat. Entführung von Kindern ist ein schwieriges Thema und kann meiner Meinung nach mehr ausgebaut werden. Dass Mari sich ein wenig vernachlässigt vorkommt konnte ich verstehen, doch habe ich mich über sie aufgeregt, da sie definitiv nicht versucht hat, ihre Schwester zu verstehen.

Die Italien-Reise, die im Klappentext für Neugier sorgt, kommt definitiv zu spät im Buch vor.

Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen.

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