Samstag, 1. Oktober 2022

Das Lied des Achill

 

Das Lied des Achill handelt über die bekannte Geschichte des Gottes Achills, der vor Troja gekämpft hat um Helena zu retten. 


Das Achill nachdem er Hektor tötet, sterben wird, ist prophezeit. 

Die Geschichte wird aus dem Munde von Patroklos, Achills bestem Freund und Geliebtem erzählt.
Die Schriftstellerin hat Patroklos, der in den Mythen als verbannter Prinz erwähnt ist, als Protagonist in den Vordergrund gestellt. Dies fand ich sehr gut.
Ebenso ist der Schreibstil von Madeline Miller schön zu lesen. Vor diesem Buch hatte ich Circe gelesen. Ich kann nur sagen, dass mich die Geschichte von Achill mehr begeistert hat.

Samstag, 13. November 2021

Sehr blaue Augen


 

Sehr blaue Augen ist Toni Morrison erstes Buch welches 1970 erschien und den Nobelpreis für Literatur gewonnen hat.


Erzählt wird die Geschichte von Pecola Breetloove einem afroamerikanischen Mädchen, dass von niemandem gemocht wird. Sie ist schwarz (so die Beschreibung, den Toni Morrison nimmt kein Blatt vor den Mund) und häßlich.
Das Buch beginnt mit einem Einblick darauf, was uns erwarten wird, denn wir lesen direkt am Anfang des Buches, dass im Herbst 1941 keine Ringelblumen gewachsen sind, weil Pecola ein Kind von ihrem Vater erwartete.

Toni Morrison geht auf viele Themen in diesem Buch ein. Rassismus, Inzest, sexuelle Übergriffe, Gewalttätigkeiten sind Hauptthema.
Erzählt wird die Geschichte in mehreren Kapiteln von einigen verschiedenen Kapiteln.


Über den sehnlichsten Wunsch von Pecola, nämlich hübsch und sehr blaue Augen zu haben kritisiert Morrison das Schönheitsbild der damaligen und aktuellen Gesellschaft. Nämlich, weiß, blond, blaue Augen, schlank.
Absolut empfehlenswert.


Sonntag, 23. Mai 2021

Die Geschichte der HeLa-Zellen

 

Rebecca Skloot saß in ihrem Biologieunterricht mit 16 Jahren und hörte dort zum ersten Mal von ihrem Lehrer den Namen Henrietta Lacks und ihren Zellen, die unsterblich waren und in der Wissenschaft für große Fortschritte geholfen hatten und immer noch halfen.

Sie begann danach über Henrietta Lacks zu recherchieren, doch sehr viel fand sie nicht. Über zehn Jahre hat sie für dieses 2010 erschienene Buch recherchiert. Sie hat über 1000 Stunden mit Gesprächen mit Angehörigen von Henrietta, Medizinern, Ethikkommissionen und Wissenschaftlern verbracht.

Quelle: Wikipedia

 

1951 wurde bei Henrietta Lacks, die damals 31 Jahre alt war, Gebärmutterhalskrebs festgestellt. Henrietta hatte damals 5 Kinder, war 1,50 Meter groß und war in armen Verhältnissen aufgewachsen und als Farbige wurde sie auch nach Rassentrennung natürlich im John Hopkins Krankenhaus unter nicht allzu guten Voraussetzungen behandelt. 

Bei der ersten Operation nahm man von ihrem Tumor ein wenig Gewebe weg und Henriettas Zellen vermehrten sich. Jeden Tag immer mehr und so leben ihre Zellen heute noch unter uns und werden in der Medizin verwendet. Man hat durch ihre Zellen sehr viele Medikamente entwickeln können, vor allem gegen Polio. 

Doch man hat Henrietta niemals darüber in Kenntnis gesetzt, dass ihr entnommenes Gewebe weiter genutzt und in der Forschung eingesetzt wird. 

Genauso wenig wusste es ihre Familie. Während die Wissenschaft Gewinn durch Henriettas Zelllinie machte, lebte ihre Familie in armen Verhältnissen weiter, konnte sich noch nicht einmal eine Krankenversicherung leisten.

20 Jahre nach Henriettas Tod erfuhr ihre Schwiegertochter per Zufall von Henriettas immer noch lebenden Zellen. Danach fing für die Familie vor allem für Henriettas Tochter Deborah eine schwere Zeit an. Sie wurden auf Schritt und Tritt verfolgt. Jeder wollte etwas über ihre Mutter wissen, währen sie noch nicht einmal selbst etwas über ihre Mutter wussten, da sie sehr klein waren, als Henrietta 1951 verstarb.

Rebeca Skloot erzählt auf sagenhaften 423 Seiten die komplette Geschichte Henriettas und auch ihre eigene Geschichte mit Deborah. Sie hat ziemlich lange gebraucht, bis sie an Deborah ran kam. Deborah hatte nämlich höllische Angst davor, dass Rebecca von irgendjemandem engagiert worden ist und auch nur hinter Geld her war. 

Während man das Buch liest, stellt man sich die Frage, was mit der Familie gewesen wäre, wenn sie von Anfang an gewusst hätten, dass die Zellen ihrer Mutter/Ehefrau unsterblich sind. Wenn sie ein Recht gehabt hätten, an dem Gewinn, den man durch die Zellen gemacht hat, beteiligt zu werden.

Genauso ist es erschreckend, dass man nachdem einem Gewebe entnommen worden ist, einfach nicht mehr darüber entscheiden kann, was mit diesem Gewebe danach passiert. Sobald es unseren Körper verlassen hat, ist es nicht mehr Bestandteil unseres Körpers und Anklagen werden zurückgewiesen.

Ich kann nur sagen, absolute Leseempfehlung.

Sonntag, 2. August 2020

Queer Heroes





"I WANT TO BREAK FREE" sang Freddie Mercury und genau das tat er auch!

Die Menschen, von denen dieses Buch erzählt, sind sich selbst treu geblieben. Sie sind für ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung eingetreten, haben sich mutig gegen Hass und Vorurteile gestellt und sind damit zu Held*innen der Community der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Queeren geworden ... so heißt es im Klappentext.


Die Autor*in schreibt im Vorwort, dass dieses Buch dafür geschrieben wurde, um die Held*innen aus der LGBTQ-Szene zu ehren.


Das Buch ist wunderschön gestaltet. Zu den Held*innen gibt es jeweils eine schöne Zeichnung und eins bis zwei Seiten aus deren Leben.



Von einigen meiner Held*innen wie Frida Kahlo und Alan Turing wusste ich es, aber bei manchen, wie zum Beispiel Virginia Woolf und Kristen Stewart war ich sehr überrascht. Das Buch liest sich sehr schön und ist auch ein wundervolles Werk um sich mit diesem Thema zu befassen.



Absolute Leseempfehlung und vielen Dank an Randomhouse für das Rezensionsexemplar.




Donnerstag, 16. Juli 2020

Periode ist politisch





Als Franka Frei als Bachelorabschlussarbeit das Thema der „Menstruation“ bearbeiten möchte, wird ihr davon abgeraten. So merkt sie, dass dieses Thema immer noch tabuisiert wird. Nach einem Facebook-Beitrag erfährt sie ganz viele Kritik aber auch lernt sie durch diesen Beitrag Aktivistinnen in Indien, Pakistan etc. kennen, die sie dann besucht. 

Sie findet sich auf einmal in einer Welt, die voller Mythen um die Menstruation, Periode, Tage, Erdbeerwoche und wie man sie auch noch betitelt möchte,  ist.

Die Hälfte der Menschheit menstruiert und doch ist es ein absolutes Tabuthema. Vor allem werden menstruierende Menschen als unrein angesehen. In einem Kapitel gibt sie aus den Weltreligionen Beispiele dafür:



(im 3. Buch Mose steht, dass eine Frau nach der Periode erst wieder „rein“ sei, nachdem sie eine Woche lang mit niemandem in Kontakt war, sich einer entwürdigenden Waschung unterzogen wurde - die zwei Tauben nicht zu vergessen, die für ihre wiederhergestellte Reinheit geopfert werden müssen. Kein Scheiß).

Der nicht-menstruierenden Hälfte der Menschheit ist es nicht klar, welchen hormonellen Belastungen oder Schmerzen eine Person in diesem Zyklus Monat für Monat ausgesetzt ist.

Wie oft hat man den Satz „Die hat doch bestimmt ihre Tage“, gehört? Dabei ist es kein Unding zu bluten, es steht dafür, dass alles in Ordnung ist und man gesund sei, schreibt Frei weiter.

Sie erzählt von ihren Begegnungen in Indien und Pakistan. 20 % der Mädchen* die ihre Blutung bekommen, gehen während ihrer Menstruation nicht in die Schule oder brechen ihre Bildung sogar komplett ab. Es ist nicht in Ordnung, dass ein Mädchen* während ihrer unreinen Zeit anderen Menschen begegnet. 
Die Hygieneprodukte sind so teuer, dass viele sich diese nicht leisten können. Sie schneiden Stoffe zurecht und diese werden wieder gewaschen. Da keiner dies sehen darf, werden die Stofffetzen heimlich getrocknet, zum Beispiel unter einer Bettmatratze. Die Stoffe trocknen nicht richtig und führen bei feuchter Benutzung zu Krankheiten. 
All dies sind Themen dieses meiner Meinung nach sehr wichtigen Buches.
Uns wird auch vieles von den Medien vorgekaut, wie in vielen anderen Themen dieser Gesellschaft. Vom Menstruationstabu sind nicht nur Menschen in den unterentwickelten Ländern betroffen, sondern auch wir in den westlichen.Warum versucht mir eine Werbesendung für Binden oder Tampons klar zu machen, dass die Periodenflüssigkeit blau ist? Und was zum Teufel soll Flüssigkeit in diesem Kontext? Ich blute einmal im Monat und Blut ist nun mal rot.


Ich danke Randomhouse für das Rezensionsexemplar.

Donnerstag, 25. Juni 2020

Unsichtbare Frauen


Unsere Welt ist von Männern für Männer gemacht und tendiert dazu, die Hälfte der Bevölkerung zu ignorieren.






Criado-Perez schreibt in ihrem Buch "Unsichtbare Frauen" darüber, dass es in sämtlichen Unfallstatistiken zu wenig Daten erfasst werden, bei denen es um Frauen geht.

Das Beste Beispiel dafür ist, dass bei der Autoindustrie für Unfalltests immer männliche Dummys benutzt werden. Somit ist eine Frau, die hier nicht beachtet wird, im Falle eines Autounfalles gefährdeter als ein durchschnittlicher Mann.

Ein anderes Kapitel, in dem erklärt wird, dass im Winter die Schneeräumarbeiten als erstes auf der Straße stattfinden und später erst auf den Gehwegen, war auch sehr interessant.


Frauen sind zumeist die jenigen, die sich um die Kinder kümmern, zuhause sind, oder mal mit den Älteren spatzieren gehen, währen der Mann auf der Arbeit ist. Er hat die Straße mit seinem Auto überquert, auf der schon längst die Schneeräumarbeiten stattgefunden haben. Die Frau muss aber den Gehweg benutzen und hat somit Stürzgefahr. In Nordschweden hat man sich diese Situation angesehen und in einem Winter den Schneeraumplan geändert. Und siehe da, es gab in diesem Winter viel weniger Patienten (davon meist Frauen), die sich im Krankenhaus gemeldet haben, weil sie gestürzt sind.

Das Buch ist in sechs Kapitel unterteilt. Ich habe dieses Buch mit einem sehr komischem Gefühl im Bauch gelesen, denn als Frau bin ich genauso wie ein Mann davon betroffen, irgendwann einen Herzinfakt zu bekommen, doch die Datenlücke ist so groß, dass die Medikamente, die bei Männern helfen bei mir nicht helfen können.

Die Autoindustrie missachtet nicht Fraun, in dem sie in ihren Tests fast ausschließlich Männer-Dummys benutzen, sie missachtet auch kleine Menschen.

Ich als kleine Frau von 1.53 Metern habe den Anschnallgurt direkt am Hals sitzen. Somit kommt es vor, dass wenn ein wenig hart gebremst wird, dieser Gurt sich in mein Hals eindrückt. Auch über solche Themen liest man in diesem Buch.


Criado-Perez belegt ihr Buch mit über 1000 Quellangaben.


Mir hat dieses Buch sehr gefallen, auch wenn es schockt, sollte es gelesen werden.













Samstag, 7. März 2020

Frau Einstein





Klappentext: Zürich 1896: Mileva Marić, aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen in Serbien, ist eine der ersten Frauen, die am Polytechnikum studieren dürfen. Gegen alle Vorurteile und Widerstände gehört die ehrgeizige junge Frau bald zu den Besten ihres Faches. Ihr großes Talent für Mathematik bleibt auch einem ihrer Kommilitonen, dem charismatischen Physikstudenten Albert Einstein, nicht lange verborgen. Die beiden tauschen sich über ihre Arbeit aus, verlieben sich und werden ein Paar. Zusammen arbeiten sie an der Relativitätstheorie, zunächst weitgehend gleichberechtigt. Doch als Mileva schwanger wird und ihre gemeinsame Forschung die erste öffentliche Aufmerksamkeit erhält, wird sie immer unsichtbarer im Schatten ihres Mannes, der als strahlendes Genie bis heute weltberühmt ist.

, aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen in Serbien, ist eine der ersten Frauen, die am Polytechnikum studieren dürfen. Gegen alle Vorurteile und Widerstände gehört die ehrgeizige junge Frau bald zu den Besten ihres Faches. Ihr großes Talent für Mathematik bleibt auch einem ihrer Kommilitonen, dem charismatischen Physikstudenten Albert Einstein, nicht lange verborgen. Die beiden tauschen sich über ihre Arbeit aus, verlieben sich und werden ein Paar. Zusammen arbeiten sie an der Relativitätstheorie, zunächst weitgehend gleichberechtigt. Doch als Mileva schwanger wird und ihre gemeinsame Forschung die erste öffentliche Aufmerksamkeit erhält, wird sie immer unsichtbarer im Schatten ihres Mannes, der als strahlendes Genie bis heute weltberühmt ist.


Meine Meinung:

Marie Benedict verknüpft die Geschichte von Mileva Marić mit ihren Recherchen und Fiktion so gut miteinander, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte.

Mileva war, wie wahrscheinlich für viele anderen Leser dieses Buches, für mich unbekannt. Als die erste Frau Einstein, habe ich ihre Geschichte sehr gerne gelesen. Ich muss sagen, dass aus ihr eine hervorragende Physikerin geworden wäre, wenn sie sich nicht auf Albert Einstein eingelassen hätte. Zusammen setzten sie die ersten Schritte für die Releativitätstheorie und die ganzen mathematischen Berechnungen, sind Mileva gut zu schreiben. Als sie unehelich schwanger wird, bekommt es Albert Einstein nicht hin, sich um sie und um das geborene Kind zu kümmern. Er lernt sein erstes Kind Lieserl noch nicht einmal kennen. Lieserl verstimmt mit ungefähr 1,5 Jahren. Ihre Todesursache ist unbekannt, doch auch hier strickt die Schriftstellerein eine gute Geschichte, die für die damaligen Zeiten absolut möglich sein kann.

Eins muss ich sagen, je weiter ich im Buch gelesen habe, desto mehr habe ich Wut auf Albert Einstein gespürt und die damalige Männerwelt. Genauso hat es mich sehr wütend gemacht, wie die Frau damals in der Gesellschaft platziert war.

Das Buch war für mich absolut lesenswert.

Das Lied des Achill

  Das Lied des Achill handelt über die bekannte Geschichte des Gottes Achills, der vor Troja gekämpft hat um Helena zu retten.  Das Achill ...