Samstag, 13. November 2021

Sehr blaue Augen


 

Sehr blaue Augen ist Toni Morrison erstes Buch welches 1970 erschien und den Nobelpreis für Literatur gewonnen hat.


Erzählt wird die Geschichte von Pecola Breetloove einem afroamerikanischen Mädchen, dass von niemandem gemocht wird. Sie ist schwarz (so die Beschreibung, den Toni Morrison nimmt kein Blatt vor den Mund) und häßlich.
Das Buch beginnt mit einem Einblick darauf, was uns erwarten wird, denn wir lesen direkt am Anfang des Buches, dass im Herbst 1941 keine Ringelblumen gewachsen sind, weil Pecola ein Kind von ihrem Vater erwartete.

Toni Morrison geht auf viele Themen in diesem Buch ein. Rassismus, Inzest, sexuelle Übergriffe, Gewalttätigkeiten sind Hauptthema.
Erzählt wird die Geschichte in mehreren Kapiteln von einigen verschiedenen Kapiteln.


Über den sehnlichsten Wunsch von Pecola, nämlich hübsch und sehr blaue Augen zu haben kritisiert Morrison das Schönheitsbild der damaligen und aktuellen Gesellschaft. Nämlich, weiß, blond, blaue Augen, schlank.
Absolut empfehlenswert.


Sonntag, 23. Mai 2021

Die Geschichte der HeLa-Zellen

 

Rebecca Skloot saß in ihrem Biologieunterricht mit 16 Jahren und hörte dort zum ersten Mal von ihrem Lehrer den Namen Henrietta Lacks und ihren Zellen, die unsterblich waren und in der Wissenschaft für große Fortschritte geholfen hatten und immer noch halfen.

Sie begann danach über Henrietta Lacks zu recherchieren, doch sehr viel fand sie nicht. Über zehn Jahre hat sie für dieses 2010 erschienene Buch recherchiert. Sie hat über 1000 Stunden mit Gesprächen mit Angehörigen von Henrietta, Medizinern, Ethikkommissionen und Wissenschaftlern verbracht.

Quelle: Wikipedia

 

1951 wurde bei Henrietta Lacks, die damals 31 Jahre alt war, Gebärmutterhalskrebs festgestellt. Henrietta hatte damals 5 Kinder, war 1,50 Meter groß und war in armen Verhältnissen aufgewachsen und als Farbige wurde sie auch nach Rassentrennung natürlich im John Hopkins Krankenhaus unter nicht allzu guten Voraussetzungen behandelt. 

Bei der ersten Operation nahm man von ihrem Tumor ein wenig Gewebe weg und Henriettas Zellen vermehrten sich. Jeden Tag immer mehr und so leben ihre Zellen heute noch unter uns und werden in der Medizin verwendet. Man hat durch ihre Zellen sehr viele Medikamente entwickeln können, vor allem gegen Polio. 

Doch man hat Henrietta niemals darüber in Kenntnis gesetzt, dass ihr entnommenes Gewebe weiter genutzt und in der Forschung eingesetzt wird. 

Genauso wenig wusste es ihre Familie. Während die Wissenschaft Gewinn durch Henriettas Zelllinie machte, lebte ihre Familie in armen Verhältnissen weiter, konnte sich noch nicht einmal eine Krankenversicherung leisten.

20 Jahre nach Henriettas Tod erfuhr ihre Schwiegertochter per Zufall von Henriettas immer noch lebenden Zellen. Danach fing für die Familie vor allem für Henriettas Tochter Deborah eine schwere Zeit an. Sie wurden auf Schritt und Tritt verfolgt. Jeder wollte etwas über ihre Mutter wissen, währen sie noch nicht einmal selbst etwas über ihre Mutter wussten, da sie sehr klein waren, als Henrietta 1951 verstarb.

Rebeca Skloot erzählt auf sagenhaften 423 Seiten die komplette Geschichte Henriettas und auch ihre eigene Geschichte mit Deborah. Sie hat ziemlich lange gebraucht, bis sie an Deborah ran kam. Deborah hatte nämlich höllische Angst davor, dass Rebecca von irgendjemandem engagiert worden ist und auch nur hinter Geld her war. 

Während man das Buch liest, stellt man sich die Frage, was mit der Familie gewesen wäre, wenn sie von Anfang an gewusst hätten, dass die Zellen ihrer Mutter/Ehefrau unsterblich sind. Wenn sie ein Recht gehabt hätten, an dem Gewinn, den man durch die Zellen gemacht hat, beteiligt zu werden.

Genauso ist es erschreckend, dass man nachdem einem Gewebe entnommen worden ist, einfach nicht mehr darüber entscheiden kann, was mit diesem Gewebe danach passiert. Sobald es unseren Körper verlassen hat, ist es nicht mehr Bestandteil unseres Körpers und Anklagen werden zurückgewiesen.

Ich kann nur sagen, absolute Leseempfehlung.

Das Lied des Achill

  Das Lied des Achill handelt über die bekannte Geschichte des Gottes Achills, der vor Troja gekämpft hat um Helena zu retten.  Das Achill ...